Der dritte Tag unserer Balkanroute hatte es mächtig in sich, 720km und das größtenteils über Landstraße bis Nessebar am schwarzen Meer.
Ich stellte mir den Wecker auf 07:30 Osteuropäische Zeit, da war es in Berlin noch eine Stunde früher und joggte ein paar Runden durch den nahegelegenen Stadtpark von Hunedoara. Der Regen hatte sich über Nacht verdrückt und die Sonne zeigte wieder was in ihr steckt.
Nach einem schnellen Frühstück mit einigen Dingen aus dem nahegelegenen Pennymarkt ging es wieder auf die Piste. Nach einigen Kilometern konnte man gut die Karpaten erkennen… da müssen wir drüber um ans Meer zu kommen.

Wiedermal zeigte sich, dass die Waze App sehr schnell auf Störungen und Staus reagiert, denn kurz nachdem die Ausbaustrecke beendet war ließ sie uns von der Hauptstrecke abfahren. Was sie nicht wusste, nur die ersten paar Kilometer waren tatsächlich eine befestigte Straße. Schon bald wurde aus Asphalt erst Beton und dann nur noch Schotterpiste. Die BERTHA musste dann zeigen was in ihr steckt, es waren gut 20km Bergauf und Bergab entlang der sich im Bau befindlichen Autobahn, vorbei an riesigen Baumaschinen quer durch die Baustellen. Als wir dann nach fast einer Stunde über Stock und Stein wieder die Zivilisation erreichten, waren wir froh, diese Strecke gewählt zu haben, weil auf der E81 der Stau inzwischen +90 Minuten anzeigte. Daniela wünschte sich eine Starbucks Tasse aus Rumänien und wir brauchten jetzt auch eine kurze Rast, also ein kleiner Umweg rein nach Bukarest. Die Strecke über die Berge hatte der BERTHA die letzten Reserven abverlangt und so rollten wir mit gerade einmal nem halben Liter Rest in die Tankstelle. Da nun aber immer noch die Hälfte der Wegstrecke vor uns lag, war außer einem kurzen Stopp nicht mehr drin. Es ging Richtung bulgarische Grenze bei Russe über die Donau.

Bisher interessierte sich niemand für unsere Ausweise oder Papiere. Das änderte sich nun an der bulgarischen Grenze. Neben dem Check der Persos wurde auch gleich eine Brückenmaut von 5€ kassiert.
Auffallend viele Polizeikontrollen erwarteten uns dann nach 45min. Wartezeit auf bulgarischer Seite. Das hatte dann schon was von Wegelagerei.
Nach gut 10 Stunden on the road erreichten wir dann unser Ziel Nessebar am schwarzen Meer.

Auch hier war AirBnB ein verlässlicher Partner was die Suche nach einer guten und günstigen Unterkunft anbelangt. Welin hat ein Appartement Haus das gerade mal 100m vom fast menschenleeren Südstrand von Rawda entfernt liegt. Ja, die Zimmer sind klein und ein wenig in die Jahre gekommen aber alleine der sehr gute Preis und dieser kurze Weg zum Strand entschuldigen alles.
Nach einem kurzen Bad im Meer konnten wir uns im örtlichen Lidl mit dem nötigsten versorgen und vielen nach einer Folge Game of Thrones ins Bett.



