GoEast 2026 Schweden 🇸🇪

An diesem Morgen klingelte uns der Wecker sehr früh aus dem Bett, weil es um 08:00 schon Richtung Fähre gehen musste. Wir wählten die Route von Naantali 🇫🇮 nach Kapellskär 🇸🇪 über Langnas auf der Insel Åland, einerseits schien es der direkteste Weg andererseits aber auch der günstigste Richtung Stockholm zu sein.

Unsere Fährroute

Nach einem eher überschaubaren Frühstück ging es zum Hafen und pünktlich um 09:45 machten wir Leinen los und schipperten Richtung Westen. Auf halber Strecke gab es einen Zwischenstopp an der autonomen Insel Åland, die weil sie zwar Finnland zugehörig aber unter eigenen Zollregeln liegt die Preise im Bordshop nochmal purzeln ließ. Gegen 18:30 hatten wir dann wieder festen Boden unter den Rädern und nach einer knappen Stunde Fahrzeit erreichten wir die schwedische Hauptstadt Stockholm. Unser Best Western Hotel lag direkt am Flughafen Broma, was aber nicht sonderlich störte, da von dort nur noch sehr selten Flugzeuge starten und landen.

kurz vor Åland

Nach einem kurzen Blick auf die Abendkarte des Restaurants entschieden wir uns zu einem anderen kurzen Abstecher in die Stadt, die Preise waren dort doch eher überzogen. Unser Glücksgriff war Al Caminetto nicht weit vom Bahnhof Alvik entfernt. Selten hatten wir in den vergangenen Tagen so lecker zu Abend gespeist.

Die Vasa

Der nächste Tag stand voll und ganz im Zeichen Stockholms. Vor einigen Jahrzehnten war ich zwar schonmal im berühmten Vasa Museum im Zentrum der Stadt, wollte es aber unbedingt auch Hannes zeigen. Die Bertha hatte heute Pause und wir machten uns mit den Öffis auf den Weg. Erschreckenderweise bemerkten wir recht schnell, es gab gefühlt an jeder Station die wir machten mindestens 3-4 deutsche Touris die genau die gleiche Idee hatten. Hach wie war das doch in Russland schön.

Stockholmer Altstadt

Wir nutzten das schöne Wetter und flanierten durch die wirklich wunderschöne Altstadt, vorbei an Schloss und Rathaus um unweit des Mälarstrand in einem Biergarten zu rasten. Nachdem am Vorabend Al Caminetto so überzeugt hatte, wurden wir zum Wiederholungstäter und wurden auch diesmal nicht enttäuscht.

Al Caminetto

Der Freitagmorgen hatte für uns noch ein Hotelfrühstück und einen kurzen Tankstopp in Stickholm parat, bevor es auf die Reise Richtung Süden ging. Unser heutiges Tagesziel war Husargardens B&B nicht weit von Sjöbo, ein wirklich top hergerichtetes Bauernanwesen in der wunderschönen Landschaft von Skane. Auf dem Weg dorthin machten wir allerdings in Älmhult Station. Die wenigsten werden wissen, dass der berühmteste Möbelgigant der Welt dort seinen Ursprung hatte. Noch bis heute steht alles in der Kleinstadt voll im Zeichen der vier gelben Buchstaben. Wir tauchten also in die Welt von Firmengründer Ingvar Kamprad ein und besuchten die erste IKEA-Filiale, die heute ein Museum ist.

IKEA Museum Älmhult

Unser letztes Ziel der Reise war dann am Abreisetag die kleine aber umso bekanntere Hafenstadt Ystad. Nicht die dort verkehrenden Schiffsrouten machen den reiz aus, sondern die fiktive Gestalt eines Kurt Wallander, der in unzähligen Verfilmungen eben dort sein Zuhause hat. Wir setzten uns also in Bewegung die wichtigsten Locations wie Polizeiwache, Wohnhaus und seine Lieblingsbäckerei zu finden. In der örtlichen Touristeninfo liegt ein kleiner Stadtplan aus, der ganz gut bei der Orientierung hilft (man kann auch eine Wallander App aufs Handy laden, die zeigt aber nur 2 Orte an und fragt dann nach kostenpflichtigem Update).

Wallander wohin man nur schaut

Wohlwissend, dass uns in Deutschland nach dem Ende des Tankrabattes wieder ein utopischer Dieselpreis ins Haus steht, tankten wir in Trelleborg die Bertha nochmal randvoll, bevor wir uns auf die letzte Passage Richtung Rostock aufmachten.

Trelleborg Hafen – Danke Bertha

Mit einer knappen Stunde Verspätung kamen wir dann am Überseehafen an und nach gut 2 Stunden Fahrzeit und insgesamt 3.500km Strecke erreichten wir dann am späten Abend den Ausgangspunkt unserer 14tägigen Reise Richtung Osten.