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  • GoEast 2026 / Estland 🇪🇪 und Finnland 🇫🇮

    GoEast 2026 / Estland 🇪🇪 und Finnland 🇫🇮

    Ziemlich genau um 21:00 erreichten wir die estnische Hauptstadt Tallinn. Nach einem kurzen CheckIn im Hotel, einem inzwischen nicht mehr so lecker schmeckenden Hesburger, den wir ab jetzt nur noch Hassburger nannten, starteten wir einen kleinen aber schönen Nachtspaziergang durch die ehemals Revaler Altstadt.

    Deutsche Botschaft Tallinn

    Aufgrund der nördlichen Lage war es auch hier um 22:00 noch taghell und die wunderschönen Gassen waren fast menschenleer. Da eine Flasche Bier genauso utopisch teuer war wie ein Cuba Libre, entschieden wir uns für Letzteren.

    Direkt neben der orthodoxen Kathedrale fanden wir die deutsche Botschaft in perfekter Lage und nur wenige Meter weiter eine illustere Gruppe Musikanten, die zu nachtschlafender Zeit fleißig drauflos musizierten.

    Strassenmusik mal anders

    Am nächsten Morgen gönnten wir uns nach einem guten Frühstück nochmal einen Rundgang durch die Altstadt, diesmal aber mit Besichtigung der gestern Abend vershlossenen Kathedrale.

    Orthodoxe Kathedrale Tallinn

    Auch der Marktplatz hatte sich am Vormittag in einen von Touristen überfüllten Rummel verwandelt, so dass wir nach einem kurzen Proviantstop direkt zum Fährhafen fuhren, um pünktlich um halb zwei nach Helsinki abzulegen.

    Rathaus Tallinn

    Die einzig bezahlbare Unterkunft dort war eine etwas größere Besenkammer im 5. Stock eines gerade in Renovierung befindlichen Mietshauses. Nun für eine Nacht sollte das gehen und wir parkten die Bertha auf einem Parkplatz ab und starteten unseren Rundgang. Die Stadt wirkte allerdings schon auf den ersten Metern, im Vergleich zu allem was wir bisher gesheen hatten, eher schmutzig und irgendwie langweilig. Unser einziges Ziel der weissen Stadt des Nordens war der Dom von Helsinki. Mal ausser Acht gelassen, dass wir für den Eintritt hätten ganz schön tief in die Tasche greifen sollen, waren wir in den vergangenen Tagen auch was Kirchen und Kathedralen angeht irgendwie verwöhnt worden. Wir sparten uns das Eintrttsgeld und nutzten es für ein wirklich leckeres Taco Bell Abendbrot und ein kurzes kühles Getränk an einem kleinen Biergarten. Der Weg zurück zur Unterkunft führte uns am Hauptbahnhof vorbei, von dem aus man noch vor einigen Jahren mit dem Allegro Zug in 3,5 Std. nach Sankt Petersburg fahren konnte, bis die Finnen die Grenze zu Russland komplett sperrten und damit auch unseren riesigen Umweg erzwangen. Angekommen in der Unterkunft recherchierte ich ein wenig und fand schnell heraus, dass Helsinki erst seit ein paar hundert Jahren zur Stadt und schließlich erst 1917 Hauptstadt wurde. Nun das erklärt auch, warum es neben der auffallend großen Dichte an Amerikanern in der Stadt eigentlich keine schönen Sehenswürdigkeiten zu bestaunen gab.

    Domplatz Helsinki

    Da wir uns irgendwie falsch in der Stadt fühlten, hatte Bertha auch keine lange Pause und wir fuhren am nächsten Morgen sehr zeitnah los, um Turku (was bis ins 19. Jahrhundert die Hauptstadt Finnlands war) zu erreichen.

    Einer von 188.000 finnischen Seen

    Die knapp 200km an Strecke führten uns durch wirklich sehr schöne landschaftlich reizvolle Gebiete und einem Frühstück in Salo, dass mit Abstand das Leckerste der gesammten Reise war. Seit 1938 serviert das Kuiron Leipomo neben allen Leckereien einer guten Konditorei auch alles was zu einem guten Frühstück gehört.

    Frühstück bei Kuiron Leipomo

    In Turku angekommen, gab es natürlich auch eine wenn auch bescheidene orthodoxe Kapelle, eine mittelalterliche Stiftskirche und das Geburtshaus des berühmnten finnischen Komponisten Sibelius.

    Blick auf Turku

    Unser Rundgang führte uns dann noch über die alte Klosteranlage zurück ins Stadtzentrum. Von dort war es nur eine kurze Fahrt zur Jugendherberge, unsere heutige Übernachtung, bevor es am nächsten Morgen mit der Fähre weitergeht in Richtung Schweden.